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Unser Team in Lumon

Hilfe zur Selbsthilfe ...

... auf diesem Prinzip beruhen die Projekte der Initiative Sudan. Schulen und Ausbildungsstätten schaffen eine Grundlage, welche Menschen im Sudan jenseits von Armut, Verelendung und dem Vegetieren in Flüchtlingscamps die Möglichkeit bietet, Orientierung für ein eigenständiges und erfülltes Leben ohne Not und ständige Angst zu entwickeln. Und solche Menschen sind ein Schatz, der dem ganzen Land eine hoffnungsvolle Perspektive eröffnet.

Für uns bedeutet dieser auf Nachhaltigkeit angelegte Ansatz unserer Projekte, dass wir nicht über die Menschen hinweg entscheiden, sondern vor Ort mit ihnen gemeinsam arbeiten und sie dadurch fordern und fördern. Einige Beispiele sollen Ihnen einen Einblick in diese erfolgreiche Zusammenarbeit gewähren ...

Fröhliche Gesichter im Friedensdorf

Ein Friedendorf am Kuron River

70 km südlich von Boma am Kuron River errichtet der aus Altersgründen vom Bischofsamt zurückgetretene Paride Taban ein Friedensdorf (peace village) mit Muster-Landwirtschaft, Schule, Fortbildungszentrum und Hospital, um den dort lebenden Menschen - vor allem dem Stamm der Topossa - ein Zuhause zu bieten. Dieses Friedensdorf versteht der dynamische und sportliche Altbischof auch als Keimzelle für einen dauerhaften Frieden unter den Stämmen.

Kurz vor Schulbeginn

Wir unterstützen das Wirken Paride Tabans, damit die Menschen in diesem abgelegenen Teil der Welt mehr Zukunftschancen bekommen.

Am 15. Juni 2005 hat Caritas Schweiz zum dritten Mal ihren Preis für Menschlichkeit verliehen. Die 750 Gäste im Kunst- und Kongresszentrum Luzern erlebten mit Bischof Paride Taban einen Preisträger, der im jahrzehntelangen Bürgerkrieg stets bei den leidenden Menschen ausharrte. Sein ständiger Begleiter: sein Zelt. Am Zustandekommen des Friedensabkommens für den Südsudan vom Januar 2005 war Bischof Paride maßgeblich beteiligt.

Ein Berufsausbildungszentrum in El Obeid

Initiative Sudan ermöglicht 12 Jungen die Ausbildung

50 Jungen aus den Nubabergen sind in diesem Jahr eingeladen, im Berufsausbildungszentrum St. Bosco in El Obeid technische Fertigkeiten zu erlernen, junge Leute, die weniger für eine akademische Laufbahn geeignet sind, aber dafür eine zupackende, praktische Begabung neben guten Sprachkenntnissen haben.

12 Jungen aus den unterstützten Pfarreien Gidel, Kauda, Kharga und Lumon, sind dafür ausgewählt worden, und es wird erwartet, dass sie, wenn sie zurückkehren, in ihren Gemeinden, Schulen und Gemeinschaften gute Dienste leisten können - als Automechaniker, Elektriker, Steinmetze, im Holz- und Metallbau, als Schweißer, Installateur und in der Computertechnik.

Hierzu eine Hintergrundinformation aus einem Bericht der Don Bosco-Mission, Bonn:

Auch in der Stadt El Obeid mit 300.000 Einwohnern in Zentral-Sudan leben viele Familien unter schwierigsten Bedingungen. Die meisten sind Flüchtlinge aus dem Süden und Muslime aus der Krisenregion Darfur. Vor zwei Jahren wurde dort die Berufsschule mit angegliedertem Jugendzentrum eröffnet. Derzeit werden dort 250 Jugendliche ausgebildet. Hinzu kommen 144 junge Männer aus Darfur - Bürgerkriegswaisen und Flüchtlinge. Rund 30 Euro kostet die Aufnahmegebühr für die Berufsschule. Ein symbolischer Preis - denn für die Gebühr statten die Salesianer ihre Azubis mit Arbeitskleidung aus. Hier sind 60 Prozent der Berufsschüler Muslime, die anderen Christen.

"Unsere Schulen sind offen für alle. Bei uns lernen die jungen Menschen, sich gegenseitig zu respektieren." Das sei ein erster Schritt zur Versöhnung, so der leitende Pater. Die Ausbildung der Flüchtlinge hat neben einer beruflichen Perspektive noch einen präventiven Grund: "Wir wollen verhindern, dass die jungen Leute sich den mordenden Reitermilizen anschließen. Denn diese Gefahr besteht, wenn sie keine Hoffnung auf Verbesserung ihrer Situation haben."

Deutsche Schulen halten Verbindung mit El Obeid und Torit

Die Kontakte zur Diözese El Obeid und Torit und ihren Schulen und Gemeinden sind eng. Schwester Cathy Solano aus Australien ist Education Coordinator, d.h. sie betreut verantwortlich die meisten dieser Schulen und wir treffen gemeinsam wichtige Entscheidungen. Besonderen Wert legen wir auf Beziehungen zwischen Bildungseinrichtungen in Deutschland und im Sudan. Es gibt einen reichen Brief- und Bilderwechsel zwischen Schulen im Sudan und der Katholische Grundschule St. Bonifatius in Düsseldorf, dem Angela-Gymnasium in Düren, dem Jugenddorf-Christophorusschule in Königswinter sowie einer Schule in Itzehoe. So weiten sich viele Perspektiven. Wir gewinnen Einblick in die Lebensart von jungen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent.