Im Auftrag der Vereinten Nationen im Süden des Sudan, Teil 3/3
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Alles hat einem Konsensprinzip zu folgen. Militärische Sanktionen stehen nicht zur Verfügung. Dennoch hat sich gezeigt, dass das Committee eines der wenigen Gremien im Sudan war, das für Fortschritte im Lande sorgte. Es hat auch bei zeitweiligen unüberwindbaren politischen Zerwürfnissen ununterbrochen getagt, war Motor auch für politische Entwicklungen.
Durch seine proaktive Rolle hat es die militärischen Vertreter des Sudan an den gemeinsamen Tisch "gezwungen" und bewirkt, dass mit der jeweils anderen Konfliktpartei gesprochen und Misstrauen durch Transparenz abgebaut wurde. Durch Präsenz und Inspektionen vor Ort hat es Einsicht in notwendige Friedensmaßnahmen geweckt und den Friedensprozess am Laufen gehalten.
Was bringt das Referendum ?
Im Jahr 2011 soll das Referendum erfolgen. Wenn bis dahin die Abyei-Frage nicht geklärt wird, d.h. die Grenze zwischen Süden und Norden nicht einvernehmlich geregelt ist und die Verteilung der Gewinne aus der Ölförderung nicht gerecht im Sinne der Konfliktparteien erfolgt sein sollte, dann wird es keine Zukunft für das CPA und den Frieden im Sudan geben.
Dann wird folgerichtig auch ein Referendum fraglich. Kein Referendum bedeutet aber aus Sicht des Südens, dass diesem Möglichkeit und Recht auf Selbstständigkeit abgesprochen wird. Dieses würde wiederum zu einem neuen Waffengang führen.
Vertreter der Südstreitkräfte machten nicht nur mir gegenüber deutlich, dass ein erneuter militärischer Konflikt in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf dem Boden des Südens ausgetragen werden würde. Für den Norden stellt sich die Lage ähnlich dar. Es kann aus Sicht des Nordens aus dem oben Gesagten nur ein Referendumsergebnis mitgetragen werden: keine Abspaltung des Südens. Alles andere wäre ein casus belli.
Die Welt in der Pflicht
Bis zur Schaffung tragfähiger Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches, für beide Seiten akzeptiertes Ergebnis des Votums in 2011 - mit welchem Ausgang auch immer - ist es noch ein langer Weg.
Dieser ist so lang wie die Zeit knapp ist. Wenn die oben genannten politisch bestimmten Grundvoraussetzungen nicht geschaffen werden, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Wiederaufleben des Bürgerkrieges kommen. Dieser Krieg wird zwangsläufig auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden, auf dem Rücken der leidgeprüften Zivilbevölkerung.
Die internationale Staatengemeinschaft muss jetzt mehr denn je um politische Lösungen bemüht sein, sie darf bei der Verantwortung für den Frieden die Blauhelme nicht allein lassen.
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