Die Initiative Sudan unterstützt Jugendliche, Schulen und Gemeinden im südlichen Sudan

Initiative Sudan Artikel 2010 Im Auftrag der UN im Süsudan, Teil 2/3

Im Auftrag der Vereinten Nationen im Süden des Sudan, Teil 2/3

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Friedensichernde Maßnahmen

Das Ceasefire Joint Military Committee (JMCO) ist das höchste militärische Gremium zur Überwachung der sich aus dem CPA ergebenden Waffenstillstandsverpflichtungen.

Es tagt im 14-tägigen Rhythmus grundsätzlich in Juba, der "Hauptstadt" des Südens. Das Committee besteht aus dem Force Commander, den Mitgliedern der Nord- und Südstreitkräfte und dem Sekretär, zugleich Chef des Stabes Joint Monitoring Coordination Office. Die im Comittee einvernehmlich getroffenen Entscheidungen sollen in der Fläche umgesetzt werden.

Das JMCO befindet sich am Tagungsort des Committee. Die Hauptaufgabe des Office ist das Sammeln und Analysieren aller Informationen, die für den Entscheidungsprozess des Committee notwendig sind. Daneben werden die Sitzungen des Committees vorbereitet und die Repräsentanz in anderen Gremien sichergestellt.

Im Office sind u.a. Verbindungsoffiziere von Nord- und Südstreitkräften eingebettet. Die Gesamtstärke dieses Stabes belief sich Anfang 2008 auf 38 Soldaten und zivile Mitarbeiter aus 11 Nationen: Bangladesh, Brasilien, Deutschland, Kanada, Indien, Mali, Norwegen, Ruanda, Russland, Schweden und Sudan.

Auf die Frage einer russischen Reporterin, was denn diesen internationalen Stab vereine, lautete meine Antwort:

"... der Frieden im Sudan ... und ein wenig die Grundkenntnisse der englischen Sprache".

Möglichkeiten und Grenzen

Der Erfolg des Committees lässt sich am deutlichsten an der Rückverlegung der Truppen aus dem Norden und Süden beschreiben. In den drei Jahren seit Inkrafttreten des CPA haben die Nordstreitkräfte bis Anfang 2008 nahezu 90% ihrer Truppen in den Norden zurückverlegt. Die Masse der verbliebenen Verbände ist im Raum Abyei stationiert.

Die Rückverlegung der Soldaten der Südstreitkräfte südlich der Linie 1/1/56 hat sich nur sehr zögerlich gestaltet. Das liegt zum einen an dem fehlenden Willen, die Truppen abzuziehen, aber auch an funktionsfähigen Führungsstrukturen und letztendlich an logistischen Kapazitäten.

Im Gegensatz zum Norden sind die Streitkräfte des Südens keine Armee im klassischen Sinne mit ausgebildeten und erprobten militärischen Strukturen, sondern eine Rebellenarmee, ein militärischer Arm einer Freiheits-"Bewegung". In ihr herrschen lokale "Fürsten", Grundprinzipien wie Befehl und Gehorsam sind den Rebellen völlig fremd.

Das Hauptquartier der Nordstreitkräfte in Juba ist auf deren good will und Kooperationsbereitschaft angewiesen.

UNMIS ist Gast in einem souveränen Land. Es kann lediglich durch begleitende Maßnahmen den Weg für die Umsetzung des CPA ebnen. Im Committee werden in zum Teil zähen und zeitaufwendigen Verhandlungen die nächsten Schritte vorbereitet und eingeleitet.


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